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Tipps von unseren Gartenfreunden
Kartoffelkäfer
Leptinotarsa decemlineata

Foto: Wolle
Die Kartoffelkäferlarven sind wieder aktiv.
Die bekannten Käfer mit den zehn gelb-schwarzen Streifen
sind im Frühjahr meist zur Stachelbeerblüte das erste
Mal zu sehen. Auf die Blattunterseite legt das Käferweibchen
etwa 20 bis 50 Eier. Bei günstigen Temperaturen von mehr
als zwölf Grad dauert es bis zum Schlupf etwa zehn Tage.
Zurzeit findet man nicht nur auf Kartoffeläckern, sondern
auch in Kleingärten hungrige Larven. Haben die gefräßigen
rot-schwarz gestreiften Larven erst einmal mit dem Fraß
begonnen, kann der Gartenfreund täglich zusehen, wie seine
Kartoffelpflanzen ihre Blätter verlieren.
Was kann man im Garten gegen die gefräßigen
Käfer tun?
Die einfachste und sicherste Methode ist das Absammeln und
Vernichten der Käfer, die im Frühjahr zur Eiablage
in den Garten einwandern.
Schüttelt der Hobbygärtner die Stauden, so fallen die
verdutzten Käfer auf den Boden und können entfernt
werden. Diese Methode verspricht für den Sommer eine Zeit
lang Ruhe vor Kartoffelkäfern, aber es besteht die Gefahr,
dass Käfer später noch aus Nachbars Garten zuwandern.
Besonders Gärten, in denen im vergangenen Jahr ein starker
Befall mit den gefräßigen Käfern zu beklagen
war, sollten in diesem Sommer stärker kontrolliert werden.
In einem Kleingarten haben es die Käfer nämlich besonders
einfach: Sie müssen nur von ihrem Überwinterungsquartier
im Boden an die Oberfläche krabbeln und schon sind sie mitten
im Kartoffelkäferparadies.
Auch gegen die Eiablage lautet die Devise: Absammeln. Dabei
ist besondere Vorsicht geboten, denn die Gelege des Kartoffelkäfers
unterscheiden sich nur in der Farbe von den Gelegen der Marienkäfer.
Während der Kartoffelkäfer orange-rötliche Eiablagen
hinterlässt, sind die Eiablagen der Marienkäfer eher
gelblich.
Die Eigelege an der Blattunterseite sollten einfach zerdrückt
werden. Hierbei ist Gründlichkeit gefragt, denn ein Käferweibchen
kann innerhalb von zwei Monaten 400 bis 2.000 Eier legen. |